14.05.2009
» Tourvideo
11.05.2009
» Luzern Teil II, Straußberg, Köln und Hagen
Meine Fresse. Essen war gar kein Ausdruck. Was die Saitan Supa Crew da aufgefahren hat war zum abschnallen und – sorry an alle anderen Veranstalter die sich ja auch hammermässig viel Mühe gemacht haben – aber mein persönlicher Fav wird essentechnisch Luzern bleiben! Drei Gänge Menü Mit Bärlauch-Pesto auf Brot, ‚Schwein’ im Teigmantel und einer Schokoladencreme dass mir heute noch das Wasser im Mund zusammen läuft. Und natürlich alles vegan. Okay aber nun genug zum Essen, da war ja noch was, wir treten ja auch auf. Nachdem Direct Raption und ein Teil von Mer3we schon ordentlich eingeheizt hatten (Teilweise auf Beats von mir falls das jemand gemerkt hat), enterten wir die Bühne und wie zu erwarten (Smily machte den Sound, der Club war auch kool) rockte das Konzert sehr. Nach der Show erwartete uns das oben genannte Hammer Essen und damit nicht genug, während wir assen packte Saitan Supa Crew schon unsere Lunchpakate für den nächsten Tag. Und ich schwöre ich bin am nächsten Morgen früher aufgestanden weil ich so Bock auf Saitan Sandwiches hatte. Die Nachtfahrt wurde – vor allem für Dawid und Gabriel (das war ein zusätzlicher Busfahrer, der Aufgrund der Mammut-Strecke von 1100 km Dawid unterstützen sollte) – harte Arbeit, von dem Zwischenstopp an der Grenze hab ich schon nix mehr mit bekommen, ich wurde erst wieder wach als wir im tiefsten Thüringen steckten.
Straußberg 8.Mai
Also aufstehen, Kaffee, Saitan-Sandwiches und langsam fit machen für Strausberg. Heute musste das weiße Hemd ran, schließlich war 8. Mai, Tag der Befreiung. Dementsprechend landeten Lotta, Shana, Alva, Deadly und ich dann auch mit den Veranstaltern zusammen auf dem Befreieungsfrühstück, das leider schlecht besucht war, was wohl vor allem an dem Regen lag, der auf uns niederklatschte. Während sich die Gruppe entschloss das Frühstück zu beenden zogen dann aber endlich die Regenwolken ab und so bekamen wir eine interessante schöne Führung durch Straußberg, am See, in ein Hausbprojekt usw. Der Abend war hingegen sehr ernüchternd. Während wir noch vor immerhin 10 Leuten spielten bekamen Monkeymob kaum mehr Leute vor die Bühne. Es schien sich aber niemand so recht zu wundern, dass keiner da war. Also zogen wir durch wie immer und stiegen dann in den Bus nach Köln
Köln 9. Mai
Langsam zieht ein Hauch von Trauer durch den Tourbus. Heute Mittag in Köln werden wir ein letztes kurzes Set spielen um die Proteste gegen die Schwachköofe von Pro Köln zu unterstützen. Bereits das Parken des Busses wird zum Abenteuer, denn überall sind Cops , wohin das Auge auch schaut ist die Staatsmacht präsent. So schlagen wir uns zu Fuss zur Veranstaltung durch und ehrlich gesagt erhellt der Anblick dort zumindest mein Gemüt nicht wirklich. Vor der Bühne Bühne tummeln sich Fahnen von ‚SPD’ bis ‚Die Grünen’, seltsames Bild wenn man wie ich davon überzeugt ist, dass gerade die sogenannten demokratischen Parteien mit ihrer Politik die fremdenfeindliche Stimmung und den Nationalismus in diesem Land auch noch anheizen. So kann ich mir die Durchsage nicht verkneifen dass ich mir ein paar mehr Leute des Black Block und ein paar mehr Antifa Fahnen vor der Bühne wünschen würde. Zum Glück hört irgendwer meine Bitte. Aber nur kurz. Bereits nach einigen Songs beginnt die Polizei mit Gewaltsamen Provokationen und während die Stimmung unweit unserer Bühne zu kippen droht fühlt sich der DGB berufen den Leuten die momentan der Gewalt ausgesetzt sind zu raten sich zurück zu halten. Genauso demonstriert man Einheit. Ein Hoch auf die Gewerkschaft. Wenn ich an den Auftritt zurück denke, dann fällt mir immer Shanas Zeile ein: ‚Man muss nicht jede Scheisse machen nur für mehr Geld’. Ich werds mir merken. Später im Bus bekommen wir einen Anruf, dass Pro Köln den Anti Islam Kongress abgebrochen hat. Immerhin. Insgesamt bleibt aber ein ungutes Gefühl, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Hagen 9.Mai
Kurze Pause kurz vor Hagen auf einem Rastplatz. Seit einiger Zeit steht ein Herr vor dem Bus der wild gestikulierend versucht uns mitzuteilen dass so ein großer Bus nicht einfahc hier rumstehen dürfe. Wir antworten, dass er das wenn schon dem Busfahrer sagen müsse und dass der eine autonome Persönlichkeit sei und gerade nicht da. Gerade als ich den Mann nach seiner Sprechberechtigungskarte fragen will taucht Dawid auf und ebenso schnell wie Dawid aufkreuzt scheint auch der Klärungsbedarf des Mannes gedeckt. Dabei sieht Dawid gar nicht gefährlich aus, echt nicht und wir waren auch ganz nett. Naja. Also weiter geht’s. Hagen wird für mich wiedermal ein Family Ding, denn mein Bruder mit Frau und Tochter wird dort hin kommen. Außderdem waren die VeranstalterInnen aus Bielefeld so begeistert, dass die bereits vor einer Woche überlegt haben ob die die eineinhalb Stunden Fahrt noch auf sich nehmen. Hagen ist zudem quasi das Wohnzimmer von Anarchist Academy und so war zu erwarten dass auch da ne ganz gute Crowd mit kommt. Zunächst aber wollten wir zusammen Essen gehen, als Tourabschluss. Deshalb hatten wir extra angerufen damit das Catering etwas geringer ausfällt, denn schade ist ja immer wenn soviel übrig bleibt. Nichtsdestotrotz hat Hagen aufgefahren, aber wir habens dann noch ganz gut geputzt nach dem Gig.
Auf meine Frage wer denn aus Hagen sei meldeten sich beim Gig etwa vier Personen, was bei uns und dem restlichen Publikum Gelächter auslöste. Der Gig war kool, wie ich mir später habe berichten lassen sahen wir wohl ab dem Zugaben Block etwas traurig aus. Und dann geschah es. Das letzte ‚Das ist die Devise’ knallt durch die Boxen, 93. Minute, Abfiff, Ende. Augefightet, Ausgebackt. Was für ne koole Zeit, und damn wie schnell sind eigentlich 10 Tage rum. Wie in Trance noch den Merchandise Verkauf abgewartet, schnell noch das leckere Essen gegessen und schon dort gingen die Verabschiedungen los. Die Anarchist Leute, Shana samt der süßen Alva, sie alle stiegen gar nicht mehr erst in den Bus sondern gleich in die Autos und nach Hause. So rollte Dawid mit Notbesetzung aus Microphone Mafia, Latimo, Lotta C, Callya und mir los Richtung Al Dente Büro in Wesseling wo wir um vier Uhr ankamen und dann leider Dawid verabschieden mussten. Die weiteste Strecke hatte er noch vor sich denn er musste unser Zuhause auf Rädern in Berlin abliefern und rechnete mit der Ankuft dort Sonntags um 15 Uhr. Wir waren um 8 Uhr in Mannheim im Bett und haben vorher noch Callya zum Zug gebracht.
Leute ich danke euch für die koole Zeit auf Tour – es war wirklich der Hammer. Ich danke (fast) allen VeranstalterInnen und ich danke allen die Energie und Kraft investiert haben um das möglich zu machen. Ganz besonders erwähnen will ich auch nochmal Oli in Luzern und Ben in Nürnberg (beide natürlich samt Crew), danke für eure Freundschaft und dass die Tage so großartig waren!!!
07.05.2009
» Nürnberg (Teil II), München & Luzern
Inzwischen ist es Donnerstag, der 7. Mai und wir sitzen im Sonnenschein in der Schweiz vorm Treibhaus und genießen den “Arrival Snack”. Nürnberg war noch ein echter Knaller, wofür nicht zuletzt ein seltsamer Stromausfall gesorgt hat – der nämlich hatte zur Folge dass danach der Sound wesentlich besser war. Unglaublich, dass so viele Leute an einem stink normalen Wochentag so lange ausgehalten haben! Danke dafür! Dawid übrigens wird später tatsächlich noch das vegane Schnitzel essen dass wir ihm mitbringen und – er wird es mögen. Noch etwas macht Nürnberg echt wichtig: Wir haben endlich einmal keine Nachtfahrt – ausgeruht und relaxt rollen wir am Morgen um 10 Uhr los Richtung München – zum ersten Mal stehen beinahe alle gemeinsam mit Dawid auf.
In München empfangen uns Mittags um 13 uhr die Veranstalter bereits im Kafe Marat – Dawid müssen wir verabschieden, der Bus findet in der Thalkirchner Strasse leider keinen Platz und shcon gar keinen Strom. Nachdem ich mir eine Badehose gekauft habe (ich habe meine leider im bus vergessen) gehts zum duschen ins Schwimmbad – so'n altes Jugendstilbad, sehr schick. Danach geht der Mob in ein Wirtshaus mit einem Namen der irgendwie nach Bratwurstmaxl oder ähnlichem klingt. Callya und ich lehnen dankend ab und gehen unserer eigenen Wege. Ein Falafel und ein Eis später findet sich die Crew zum Soundcheck im Marat ein. Ganz schöne Bombe die Anlage und da das Marat gerade mit Statischen und baulichen Mängeln kämpft ist das wohl auch nicht ganz ungefährlich. Ob wir wohl heute im wahrsten Sinne des Wortes die 'Hütte abreißen' werden?
Pünktlich um zehn jedenfall ist das Marat voll und einmal mehr wird München seinem Ruf gerecht für alle Mitgleieder der Resistance ein gefühltes Heimspiel zu sein. Unfassbar eigentlich, vor allem die fünfzig, die nach der Show eine Ewigkeit lang 'wann jeht d'r Himmel widder op' von der Microphone Mafia singen und so die Party einfach alleine weiter feiern. Eindrucksvoll. Und das Mittwochs. Danach folgt das alte Spiel: der Bus kommt, einladen, schlafen gehen. Und wir alle sind uns einig: Jetzt sind wir so richtig warm geworden mit der Toursituation. Schade eigentlich dass wir den Mittelpunkt schon überschritten haben. Also auf gehts, Dawid – ab in die Nacht!
Luzern 7.Mai 2009
Irgendein verrückter rüttelt an mir herum und bevor ichs mich versehe schrecke ich hoch und haue mit den Kopf an. Kutlu ist mit dem Zoll zu Gange und muss irgendwas wissen, es ist 5 Uhr 55 und ich antworte anscheinend adäquat – fragt mich aber bitte nicht mehr um was es ging. Als ich das nächste Mal erwache steht der Bus – und zwar im gleissenden Sonnenschein und ich blicke auf einen Top Fussbalplatz vor dem der Bus steht. Auf der Rückseite erblicke ich die Fassade vom Treibhaus und kurze Zeit später ist die 'Conscious Connection' am Start um uns zu begrüßen. Um 11 Uhr gehts zum Workshop in eine Schule, sowas mache ich sehr gerne und dementsprechend wird es spannend. Die Kids sind zwischen 7 uhr 14 Jahren und sind erst sehr schüchtern, fangen dann aber doch an zu fragen und mit uns zu sprechen. Schlussendlich macht Bomber Beatbox und wir rappen etwas live im Klassenzimmer, was das Ganze doch sehr auflockert. Darauf kann ich mich endlich revangieren und fahre Dawid zu seinem Schlafplatz. Heute Nacht kommt eine Mördertour von 1000 km auf ihn zu, wobei er unterstützt wird von einem zweiten Busfahrer, der später ankommt. Danach ist kurz eine Stunde Zeit um am See zu chillen und schon geht es weiter zu Radio 3 Fach, wo ich mit Deadly zwei Interviews gebe. Jetzt sitze ich endlich wieder vor der Location, gerade war noch kurz der Souncheck und jetzt essen mir die anderen gerade das Killeressen weg was die Saitan Supa Crew einmal mehr für uns zubereitet hat. Ich freu mich schon drauf und muss deswegen jetzt auch echt mal Schluss machen. Halt eins muss ich noch erzählen. Als wir vom Woekshop zurück kamen stand im Backstageraum ein veganer Schokoladenkuchen in Form einer Bühne auf der 10 Rapper und ein DJ posierten. Mit Turntables und allem drum und dran. Unglaublich! Danke Saitan Supa Crew!!!! Jetzt aber essen – Bis später!!!
» Lottas Tourtagebuch!
ich wollte euch noch empfehlen auch mal bei Lotta vorbeizu schauen, denn die berichtet auch regelmäßig!!!
05.05.2009
» Reutlingen und Nürnberg
Reutlingen, 4.5.09
Heute soll die Fahrt nach Reutlingen gehen worauf sich vor allem Callya ganz besonders freut, denn es ist bei Tübingen ums Eck und somit ein Heimspiel für ihn. Wir sind immer noch ein bisschen geschockt und teilweise belustigt von dem kuriosen Karlsruhe Intermezzo. Die Entfernung ist nicht wirklich weit und so suchen wir am frühen Nachmittag verzweifelt eine Bahnunterführung durch die unser 4 Meter hoher Monsterbus die letzten Meter zur Location zurück legen kann. Das „Franz K“ ist ein komplett neuer Club und dementsprechend sieht es dort auch aus – alles strahlt und glänzt und der Boden im Konzertsaal riecht wie ein frischgebohnerter Klassenzimmerboden. Der Soundcheck ist kurz und schmerzlos weil einfach guter Sound und so nutzen wir die Zeit damit ins Internet zu gehen und zu duschen.
Für einen Montagabend fanden für meine Meinung recht viele Leute ins Franz K. Leider leidet die halbe Truppe, unter anderem auch ich, an einer krassen Erkältung, was sich bei mir in Heiserkeit, Bronchitis und gesprungenen Lippen bemerkbar. Außerdem ist die Nase zu und ich hör fast nix mehr. Keine Optimalvorraussetzungen also, was aber der Stimmung im Club keinen Abbruch tut. Die Leute gehen ab und machen für mich nicht den Eindruck eines Montag Abends – das beeindruckt mich wirklich. Zu erwähnen bleibt auch hier einmal mehr die grandiose Versorgung mit Essen, Getränken, Duschen und anderen Luxusartikeln – Eigentlich ist diese Tour was das anbelangt gänzlich untypisch und ich bin schon jetzt voller Dankbarkeit dafür! Dawid startet um drei den Bus und ab geht’s auf die Autobahn wo ich mich schlafen lege in freudiger Erwartung der Desi in Nürnberg.
Nürnberg, Desi, 5.5.09
Ich erwache etwa um 8 Uhr morgens weil wir beim Veranstalter des Konzertes in Nürnberg vor der Haustür stehen. Er hatte uns versehentlich seine Adresse statt der des Clubs gegeben – wir hätten auch bei dir gespielt, aber nur mit 200 Leuten ;) Bereits um halb sieben war ich schon mal wach gewesen weil ich Gänsehautattacken hatte und fürchtete zu meinem Schnupfen sei eventuell noch Fieber hinzugekommen. Später klärt mich Dawid darüber auf dass die vorderen Betten kälter sind, weil der Fahrtwind dort präsenter ist – und es diese Nacht nur knapp über 2 Grad waren. Ich hab für alle Fälle ab jetzt seine Handy Nummer und kann ihm einen Heizungsnotruf schicken wenns zu kalt wird. Gegen halb neun erklimmen wir die Auffahrt zur Desi und wiederum zweieinhalb Stunden später stehe ich auf und begrüße endlich die Homies von Kurzer Prozess bzw. ½ davon, denn die organisieren das Konzert und nehmen uns mit einem wundervollen Frühstück in Empfang. Auf dem Plan steht jetzt erstmal duschen, dass ich beim Anblick der Badewanne und der großen Packung Erkältungsbad in ein ausführliches Entspannungsbad umwandele. Danach geht’s ab in das Waschcenter um die ekligen Klamotten der letzten Tage wieder frisch zu machen. Um 16 Uhr war ich dann mit Asya, Deadly T und Latimo beim Radio Z zum Interview geladen und jetzt ist es 19 Uhr und die anderen schreien schon dass der Soundcheck startet. Wenn alles klappt wird das Konzert heute auf neun Spuren mitgeschnitten und für irgendwann irgendwie erhältlich sein. Fände ich hammer. Zu verdanken haben wir das Krustie (ich hoffe ich hab dich richtig geschrieben), meiner Meinung nach einer der talentiertesten Beatbastler die ich je gehört habe, der heute Abend unser Live Konzert mischt. Also – ich gehe Soundchecken und dann melde ich mich später wieder!
Chaoze
» Tourvideo Nr 1
Die Tücken der Technik erlauben es miir leider gerade nicht das Video hier einzubinden, deshalb hier kurz ein Link zum Tourvideo Nummer Eins von meinem Mann Bomba Big B:
www.youtube.com/v/m4o5NVQv6-w&color1=0xb1b1b1&color2=0xcfcfcf&hl=de
04.05.2009
» Göttingen und Karlsruhe
Wie ihr vielleicht gemerkt habt habe ich bisher sehr unregelmäßig berichtet – das liegt daran dass es kaum Internet gibt unterwegs. Im Bus gibt es einen WLan Hotspot der uns 5 Euro pro Tag kostet – das ist mir zu teuer. Deswegen schreibe ich in Word vor und poste dann alle paar Tage hier! Dafür bin ich der erste der Fotos liefert ;)
Chaoze
Göttingen 2.5.2009
Dawid hatte wieder ganze Arbeit geleistet und uns in nullkommanix von Berlin nach Göttingen gebracht. Unterwegs hatten wir noch DJ Amigo und Bobel MC eingeladen, demnach hatten wir also Mittags bei der Einfahrt in Göttingen 2/3 von den Soultecniques aus Braunschweig mit an Bord – das letzte Drittel kam später dazu. Das JuzI in Göttingen war bisher immer ein gutes Pflaster für alle La Resistance Mitglieder, dementsprechend war die Vorfreude groß. Nachdem wir bei der Ankunft den üblichen Spott über unseren Nightliner über uns ergehen lassen hatten waren wir damit beschäftigt uns auf die Show vorzubereiten, das bedeutet Haare schneiden, einkaufen, schlafen (ne, Callya?), Bühne aufbauen, Sound checken usw.
Gegen Abend begann sich das JuzI langsam zu füllen und wir machten uns langsam bereit zu starten. Was dann kam war aber eigentlich unfassbar. Schon rsten Track war uns klar dass das heute kein Standardgig werden würde, denn das Publikum war ‚on fire’ und sofort bereit mit uns die Hütte zu zerlegen. Wir machten uns daran die Leute müde zu kriegen, letzten Endes müssen wir uns aber eingestehen dass nicht geschafft zu haben – was wir nicht wirklich bedauern. Göttingen ging mit bei jedem Song und die übliche Zurückhaltung bei neuen Tracks wurde schlicht vergessen. Bereits nach wenigen Stücken war ich klatschnass geschwitzt und so folgte ein Knaller dem anderen bis wir um knapp halb drei (wenn meine Erinnerung mich nicht trügt) kaputt und glücklich von der Bühne stiegen. Göttingen ihr habt defintiv für einen erhöhten Endorphinspiegel verursacht und da nachhaltig! Vielen lieben Dank an die Veranstalter, an das JuzI, an Fire und Flames und an das Salamanca, die extra gewartet haben bis weit nach Mitternacht um uns die feinsten Gaumenfreuden aufzutischen, was wir echt genossen haben. Ein überhammer Abend!!! Als Dawid um 5 Uhr den Motor startete krabbelten wir gerade in die Koje und schliefen selig ein und Karlsruhe entgegen…
Karlsruhe 03.05.2009
Karlsruhe begann als gefühlter Offday. Als wir um 10 Uhr an der Location ankamen schliefen die meisten noch oder gerade nicht mehr und nach einem kleinen Frühstück wurden Pläne geschmiedet. Soundcheck war um 19 Uhr geplant und bis dahin war noch ausreichend Zeit und so fiel die Resistance Crew ins Karlsruher Rheinstrandbad ein um Sonne zu tanken und die Astralkörper mit variierenden Waschlotionen zu versorgen. Selten haben Duschen so gut getan…
Leider ist das Wohlfühlprogramm aber mit dem Verlassen des Schwimmbades abgeschlossen, der Veranstalter eröffnet uns beim Soundcheck, dass er unter 150 zahlenden Gästen keine Gage auszahlen würde, was er unter anderem damit begründete, dass die Käsespätzle, die zugegebener Maßen sehr lecker waren, laut seiner Rechnung knapp 150 Euro kosten würden (kein Scherz!).
Offiziell kamen dann knapp 40 zahlende Gäste, den Rest könnt ihr euch denken… Nach einem kleinen Krisenplenum im Bus haben wir beschlossen die 40 Gäste nicht dafür zu bestrafen dass sich der Veranstalter als Arschloch herausstellt und obwohl wir zwischenzeitlich eigentlich den Ort des Grauens verlassen wollten spielten wir mit Faust in der Tasche und guter Miene zum bösen Spiel den Gig um uns danach vor der Location mit einigen netten Menschen die Zeit von Callya vertreiben zu lassen, der Driving Devil Dawid mit Zaubertricks an den Rande der Verzweiflung brachte.
Bleibt nicht viel zu sagen außer Danke an die, die an einem Sonntag Abend in den Club kamen um uns zu sehen.
Ein Positives hatte das alles, wir waren früh im Bett und konnten lange schlafen, denn heute ging die Fahrt ‚nur’ nach Reutlingen, wo wir gerade ankamen – und das ist ja nicht wirklich weit weg von Karlsruhe. So konnten wir auch heute morgen noch gemütlich in einem Karlsruher Biergarten ein gutes Mittagsessen zu uns nehmen und die Bedienung mit unserer Tourvertrahltheit zum verzweifeln bringen. Ich sitze als Einziger noch im Bus um das hier fertig zu schreiben und wenn ich die Freudenschreie richtig interpretiere ist das Catering großartig und die halbe Crew hat schon die Duschen geentert…Bevor ich nix mehr abkriege muss ich also dringend meinen Teil des Kuchens verteidigen gehen. Also bis später Leute!
Nachtrag: Oh Mann dieser Tourbus. Hier im Backstage gibt’s richtige Spiegel und Licht, was zur Hölle hab ich mir denn da die letzten Tage im Gesicht zurecht rasiert?
30.04.2009
» Bielefeld und Berlin
Die Bahn und ihre Tücken. Ich habe extra einen Zug früher genommen um rechtzeitig anzukommen und jetzt hat der Zug in dem ich sitze dermaßen Verspätung, dass ich gerade noch den Anschlusszug bekomme, den ich mit dem Zug später hätte sowieso erreichen sollen....Tsss. Alle Probleme scheinen wohl seit Mehdorns Abgang auch nicht gelöst.
Am Bahnhof in Bielefeld wartete schon Lotta und Mo – in dem Fall aber nicht Latimo, sondern einer der übernetten VeranstalterInnen (wie sich später heraustellen sollte) des AJZ Bielefeld. Ich bin ultranervös und auch bei Lotta merkt man dass sie tierisch angespannt und aufgekratzt ist
Als wir am AJZ ankommen sehe ich von weitem schon den 4 Meter hohen Doppeldecker Nightliner, meine Fresse was für ein Gerät. Dawid, der Busfahrer, hat das Ding aber gut im Griff, zumindest hoffe ich das – ich bin ein miserabler Beifahrer und schlafen kann ich eigentlich gar nicht wenn ich fahre, da habe ich selbst im Zug Probleme mit.
Den Auftritt würde ich eigentlich am liebsten ausfallen lassen, nicht weil ich keine Lust habe, sondern weil ich so aufgeregt bin dass ich ständig Kreislaufprobleme habe. Mann, die Psyche und vegetative Symptome, unfassbar. Aber ausfallen is nicht das kann man den Veranstaltern und den Leuten ja nicht antun. Die Veranstalter sind sowieso der überhammer, ich hab mich selten so super unterhalten während bzw. nach eines Konzertes – und auch das Essen und alles drumrum war sehr liebevoll, vielen Dank dafür!!! Deswegen geht’s jetzt los. Der erste Track rollt, der zweite Track rollt, langsam werde ich warm und da dann ein Solo Track – also bekanntes Terrain – folgt, bin ich nach drei Songs weitestgehend warm. Es hakt hier und da noch, aber bemerken tun das wahrscheinlich nur wenige – rede ich mir zuindest ein und zittere den Abend lang weiter bis schließlich das Ende des Sets erreicht ist. Es hat wirklich Spass gemacht, war ultra anstrengend und das Publikum war wirklich sehr gnädig. Vielleicht haben ein paar unsere Spicker bemerkt. Das sind keine Texte die wir da daruf schreiben, sondern die Ablaufpläne, wir haben die gesamte Tour über 5 Mics und 11 RapperInnen, das will geplant sein. Ich hoffe trotzdem dass sich meine Nerven noch etwas beruhigen und dafür ist morgen genau der richtige Tag – zwei Gigs direkt hintereinander in Berlin, das muss helfen. Außerdem sehe ich morgen die Iries und meine Schwester samt Familie. Mit diesen Gedanken beim einschlafen startet Dawid den Bus und kutschiert uns durch die Nacht nach Berlin….
Ich liege ganz vorne oben im Nightliner. Als ich zum ersten Mal wieder wach werde sehe ich vor mir die Sonne aufgehen über der Autobahn. Es ist etwa 7 Uhr morgens, so ganz genau weiß ich das nicht und ein Schild verrät mir dass zwischen uns und Berlin noch etwa 220 km liegen. Ein bisschen überkommt mich das Mitleid mit Dawid aber die Erschöpfung siegt und ich schlafe wieder ein. Um 9 Uhr ist dann definitiv Schluss mit schlafen, wie ein Kinds am ersten Weihnachtstag schäle ich mich aus der Koje und laufe nach unten ins ‚Wohnzimmer’ wo bereits Bomba und Bütti schon sitzen. Just in diesem Moment passieren wir diese seltsamen Tribünen, die in Berlin an der Autobahn stehen und die mich immer wieder sinnieren lassen, wozu die wohl gut gewesen sein könnten (oder es noch sind?) Jedenfalls hat Dawid das Busmonster exakt vier Stunden schneller als gedacht ans Ziel gebracht und das veranlasst uns schon alle zu kleinen Respektsbekundungen. Gegen 11 Uhr schlagen wir am Büro von Koeterhai auf, wo wir unser Tagesquartier beziehen. Es gibt eine Nachbesprechung der Show in Bielefeld die einige Änderungen nach sich zieht und dann geht es auf in Richtung Bühne am Kottbusser Tor wo wir die Iries treffen was für einige Wiedersehensfreude sorgt. Nach dem Soundcheck besuchen Lotta und ich meine Schwester und ihre Familie, die ich von hier aus noch mal Grüßen will. Mein Neffe und meine Nichte bekommen heute endlich mal die Chance zusammen mit Papa den Auftritt schauen zu können. Sie werden später in der ersten Reihe stehen. Die Show ist kurz (eine Stunde) aber energisch und die Leute haben genau wie wir ihren Spass. Apropos die Leute: Überall wo man hin schaut, der reinste Ameisenhaufen. Krass…
Nach der Show kommt der Soundcheck im Festsaal Kreuzberg, wo wir Schlagzeiln treffen und Teile vom Berlin Boom Orchestra. Ein bisschen abgeschottet vom Rest wundern wir uns warum sich der Festsaal nicht langsam füllt – später sollen wir erfahren warum: Auf der Strasse hatten die Riots begonnen und Teile von uns verließen den Festsaal für einige Zeit. Leidtragende der Bullenaktionen waren unter anderem die Iries, denn Cops stürmten die Bühne am Kotti und waren auch sonst alles andere als deeskalierend unterwegs. Wie anders soll man sonst das Schaulaufen mit Gefangenen begründen…
Die im Festsaal ließ darauf schließen dass es auf der Bühne demnächst ruhiger würde, wir waren viel ruhiger und mussten nicht mehr so zittern o alles klappt. Die Leute waren allerdings ähnlich wie wir vom Tag ziemlich müde, so dass Band und Publikum den Tag gemeinsam etwas ruhiger ausklingen ließ. Danach ging es in den Bus zum schlafen und am nächsten Tag noch mal schnell in ein Kreuzberger Schwimmbad zum duschen und dann…..Ab nach Göttingen!
29.04.2009
» Damn ist das gruselig
Ich sitze hier bei offenen Fenster, draußen prasselt der Regen und die Vögel zwitschern. Lotta ist schon unterwegs nach Köln, mit unserem Gepäck und Callya im Auto. Hier ist also Einsamkeit und Ruhe und sonst nicht viel...
Ich muss morgen nochmal Lohnarbeiten und fahre dann mit dem Zug hinter dem Mob her... Bin aufgeregt wie vor'm ersten Schultag.
Gute Nacht!
22.04.2009
» LA RESISTANCE & MOB ACTION
Es wird auf der Tour von LA RESISTANCE spezielles Merchandise geben, dass von uns entworfen und von MOB ACTION realisiert wurde. Ein Klick links gewährt weitere Einblicke.
26.04.2009
» Die letzten Vorbereitungen laufen...
Noch ein paar Tage und es geht los, wir waren dieses Wochenende im Hilton...äh Verzeihung ... in Hilden im Area 51 und haben die Generalprobe über uns ergehen lassen und die letzten Details geplant. Alva fand es eher ermüdend, wie man sehen kann, Callya hingegen brütet mit Lotta über irgendwelchen Geheimplänen.
Am Donnerstag morgen wird der Tourbus in Köln bei Al Dente starten und dort die ersten MitfahrerInnen und das Equipment aufnehmen - Ich muss da leider noch arbeiten werde dann aber mit dem Zug nachkommen und in Bielefeld auch dazu stoßen. Während der Reise wird es je nach Internet-Versorgung und natürlich je nach geistiger und körperlicher Fitness regelmäßige Berichte geben. Hier auf dieser Seite von mir (nicht täglich) und auf resistancemovement.net haben wir geplant abwechselnd und täglich zu berichten.
Ach ja: Falls jemand 11 Leute und ein Großfeld zur Verfügung hat - wir sind auch elf Leute, falls jemand ein Fußball-Match will :D
» MIT LA RESISTANCE ON TOUR!
Hier werdet ihr zwischen dem 30.4. und dem 10.5. Berichte über die Tourtage mit der LA RESISTANCE Posse lesen können. Bis dann!

















